DAS ONLINE PORTAL FÜR DEN TANZ IN DER

EUROREGION - AACHEN, HEERLEN UND EUPEN

 

TANZ AUS NRW IN NRW UND DARÜBER HINAUS SICHTBAR MACHEN






















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TANZweb.org


Recherche, Arbeitsprozesse und Auseinandersetzungen im und mit dem TANZ und vor Allem die daraus entstehenden Werke und die damit verbundenen Künstlerpersönlichkeiten sichtbar und erlebbar zu machen, ist eines der zentralen Themen von SEEDance, der Trägergesellschaft von TANZweb.org.


Das Schreiben von TANZ und die Interpretation dieser "Texte" und deren Autoren durch die Tanzkünstler (aber auch die Rezeption dessen in Wort und Bild) liefern Gesellschaften und Individuen gleichermaßen authentische Ansätze für Gestaltungs- und Überlebensstrategien des Einzelnen in einer zeitgenössischen Wirklichkeit und der Fiktion und Vorbereitung einer nahen Zukunft.


Die Kunstform TANZ konzentriert sich weitgehend auf die letzte Bastion des Individuums zur Bestimmung seiner Identität in einer globalen und weitgehend virtuellen Welt: den eigenen Körper und dessen unverwechselbare Abgrenzung, Dynamik und Bewegung in Raum und Zeit.


Aufbauend auf die Erfahrungen und Erfolge von tanZwebkoeln.de soll beginnend in 2014 mit der konsequenten Ausweitung zunächst auf die südliche Rheinschiene, sukzessive das proklamierte Tanzland NRW in seinen einzelnen Hochburgen, Zentren und Ballungsgebieten erfasst und begleitet werden.


Das NRW KULTURsekretariat (Wuppertal) | Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Sichtbarmachung von Tanzstädten und -regionen in NRW in Kooperation mit TANZweb.org


Als Ziel haben wir uns als Unternehmen TANZweb.org, gemeinsam mit privaten Mäzenen und Förderern, vorgenommen, das "TANZwebNRW.de" (und darüber hinaus) in naher Zukunft in ein europäisches Netzwerk einzubinden.



 

Schritt für Schritt …


... ist das schrit_tmacher Festival in den letzten Jahren zu dem Kulturereignis gewachsen, das wir heute kennen.


Mit dem klaren Ziel, unserem Publikum schönste zeitgenössische Tanzkultur von heute aus aller Welt zu präsentieren, sind wir immer neue Wege gegangen. Mit dem Verständnis, ein Festival für unsere Stadt UND unsere Region zu sein, sind wir über die eigenen geografischen Grenzen hinaus gewachsen. Eine stets wachsende Publikumsresonanz und positive Unterstützung sowie Wertschätzung im kultur-politischen Umfeld machen nun weitere Schritte zur Entwicklung unseres Festivals und unserer Kultur- und Tanzregion möglich. Neben den festen Spielorten in der Aachener Fabrik Stahlbau Strang und dem Theater Heerlen werden dieses Jahr zwei Aufführungen im Kulturzentrum Alter Schlachthof Eupen das Programm mit feinen Elementen von Zirkus und Körpertheater ergänzen. Die jugendorientierten Programmpunkte unter dem Dach von GENERATION2 werden ausgebaut. Und weitere Projekte sind in der Mache... .


Doch im Kern lebt schrit_tmacher von einem Hauptprogramm, das erneut einen Regenbogen an Farben, Stilen und Inhalten anbietet – dieses Jahr mit faszinierenden Kompanien und Stücken aus Italien, Israel, Taiwan, Kanada, Neuseeland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Algerien, Spanien, Belgien und Großbritannien!


























Stap voor stap …


... is het schrit_tmacher-festival in de afgelopen jaren uitgegroeid tot het culturele event dat we nu kennen.

Keer op keer slaan we nieuwe wegen in om altijd weer het mooiste moderne dansaanbod uit alle windstreken op ons podium te kunnen presenteren. schrit_tmacher is een festival voor onze stad én onze regio, en strekt zich als zodanig inmiddels tot ver buiten onze geografische grenzen uit. Een trouw publiek dat maar blijft groeien, positieve ondersteuning en waardering binnen het cultuurbeleid maken het opnieuw mogelijk verdere stappen te zetten in de ontwikkeling van ons festival en onze cultuur- en dansregio. Naast de vaste voorstellingslocaties, Fabrik Stahlbau Strang in Aken en Theater Heerlen, wordt dit jaar ook het cultureel centrum Alter Schlachthof in het Belgische Eupen aangedaan, waar het publiek wordt getrakteerd op bijzondere elementen uit circus en bewegingstheater. En ook het jongerenprogramma GENERATION2 wordt uitgebreid. Andere, nieuwe projecten zijn in de maak... .

Centraal staat bij schrit_tmacher echter nog altijd een hoofdprogramma met een regenboog aan kleuren, stijlen en thema’s – dit jaar met fascinerende gezelschappen en stukken uit Italië, Israël, Taiwan, Canada, Nieuw-Zeeland, Zwitserland, Nederland, Frankrijk, Algerije, Spanje, België en Groot-Brittannië!


Susanne Schwier

Beigeordnete für Bildung und Kultur der Stadt Aachen /

Wethouder voor cultuur en vorming Aken

Rick Takvorian Festivalleiter / Festivalleider

GO FOR THE PROGRAM HERE

©Photo Nicolas Ruael

TANZweb GOES INTERNATIONAL


Ab nächste Woche, genauer ab dem 8.März, ist es endlich soweit und es heisst: „TANZweb.org GOES INTERNATIONAL“! Dann nämlich werden wir fast täglich aus dem deutsch, belgisch, holländischen Dreiländereck über das phantastische Programm des diesjährigen SCHRIT_TMACHER-FESTIVALS zweisprachig berichten und damit gleichzeitig den Grundstein legen für das TANZwebAachenHeerlen.eu und seinen Ausbau in die Euroregion hinein, mit den Städten Heerlen, Maastricht, Eupen, Liège und Aachen.

Hierüber freuen wir uns ganz herzlich und haben mit den renommierten Tanz-Journalistinnen Astrid Kaminski, Bettina Trouwborst, Lisa Reinheimer und Nicole Strecker auch ein tolles, grenzüberschreitendes Expertenteam vor Ort, auf deren spannende Rezensionen wir uns ebenfalls freuen, wie auch über die hoffentlich packenden Tanzvideos und -photographien, die in den kommenden vier Wochen entstehen werden.


Möglich wurde dieser Schritt durch die Förderung durch die Stadt Aachen, den Parkstadtheaters Limburg, der „Stichting StEP by StEP“ | SCHRIT_TMACHER FESTIVAL und TRANSFER INTERNATIONAL, dem grenzüberschreitenden, innovativen Fördermodell des KULTURsekretariats NRW,

©Photo Rahi Rezvani

DER ROTE TEPPICH FÜR DEN TANZ IST AUSGEROLLT.....

DAS 22. SCHRIT_TMACHER FESTIVAL IST ERÖFFNET


VIDEOIMPRESSION OF THE PERFORMANCE


Nachtkritik von Astrid Kaminski


Der rote Teppich vor dem Eingang ist ausgerollt, die Fackeln brennen, das Publikum füllt die 700 Plätze des Theaters Heerlen bis auf den letzten Platz, festliche Stimmung, pompöses Stück: So beginnt die 22. Ausgabe des Schrit_tmacherfestival, das von nun an fünf Wochen lang in der deutsch-niederländisch-belgischen Euro-Region die Städte Aachen, Heerlen und Eupen bespielen wird. Mit „Pablo“, dem Eröffnungsstück des Rotterdamer Scapino Ballets zu Live-Musik der Sinfonia Rotterdam, hat Festivaldirektor Rick Takvorian eine gut nachvollziehbare Wahl getroffen: Die Historienrevue bietet mit ihrer großzügigen Besetzung nicht nur so lebendige wie virtuose Gruppenszenen und rasante Domino-Effekte, sie stellt der Euro-Region mit Marcos Morau auch einen derzeit hochgehandelten neuen Choreografen vor, der nun zum ersten Mal ein Stück aus dem Repertoire seiner eigenen Kompanie La Veronal für das Scapino Ballet adaptiert und weiterentwickelt hat. Doch wer sich unter „Pablo“ ein Tanzstück über Pablo Picasso und seine Bühnenbilder aus der Aufbruchszeit des Balletts in die Moderne vorgestellt hat,, wird überrascht. Der Maler kommt kein einziges Mal vor. Es geht um die Zeit, in der er gelebt hat, vor allem um die Zeit der Weltkriege, des spanischen Bürgerkriegs und der Diktatur Francos. Daher ziemlich viel Dunkelheit auf der Bühne, Revolver, Versehrte, Särge, Leichentücher. Rechts gegen Links, Sozialisten gegen Nationalisten, paradierende Massen. Und alles immer im Staccato, zerhackt und gleichzeitig rasend schnell, eine tänzerische Häckselmaschine, die immer auch ein bisschen chaplinesk wirkt. Aber anders als Chaplin lässt Morau das Gefühl für die Tragik des Geschehens nur selten durchschimmern. Ganz klar wird es nicht, wie ernst er sein Thema eigentlich nimmt. Ein leichtfüßiges Stück also über und für ernste Zeiten.... WEITERLESEN


De rode loper voor de dans is uitgerold...


Recensie: Astrid Kaminski

Vertaling: Lisa Reinheimer


De rode loper voor de ingang is uitgerold, de fakkels branden, het publiek vult de 700 plaatsen van het theater in Heerlen tot de laatste stoel, feestelijke stemming, pompeus stuk:
Zo begint de 22e editie van het Schrit_tmacherfestival, dat zich vanaf vanavond vijf weken lang in de Duits-Nederlands-Belgische euregio steden Aken, Heerlen en Eupen zal afspelen. Met Pablo, de openingsvoorstelling door het Rotterdamse Scapino Ballet met livemuziek van Sinfonia Rotterdam, heeft festivaldirecteur Rick Takvorian een goed begrijpelijke keuze gemaakt: Det dit beeldende ballet een rijke bezetting bezit niet alleen levendige en virtuoze groepsscenes en verbazend snelle domio-effekten, maar met Marcos Morau halen ze ook een zeer gewilde choreograaf in huis. Die nu voor de eerste keer een stuk uit het repertoire van zijn eigen gezelschap La Veronal voor het Scapino adapteerde en verder ontwikkelde.


Maar wie zich bij “Pablo” een dansvoorstelling over Pablo Picasso voorstelt, wordt verrast. De schilder komt geen enkele keer voor. Het gaat om de tijd waarin hij geleefd heeft, en dan vooral om de tijd van de twee wereldoorlogen, de Spaanse burgeroorlog en de dictatuur van Franco. Daarom heerst er veel donkerte op het toneel, revolvers, invaliden, doodskisten en lijkwaden. Rechts tegen links, socialisten tegen nationalisten, marcherende massa’s. En alles steeds staccato, hakkelend en tegelijkertijd razendsnel. Een dansende hakselmachine die steeds ook een beetje Chaplinesk aandoet. Maar in tegenstelling tot Chaplin laat Morau het gevoel voor tragiek van het geziene maar zelden doorschemeren. Helemaal duidelijk wordt het niet hoe ernstig hij zijn thema eigenlijk neemt. Een lichtvoetig stuk over en voor ernstige tijden.



 

Expressive Meditation


Kurze Nachtkritik von Astrid Kaminski


VIDEOIMPRESSION OF THE PERFORMANCE


Ein west-fernöstlicher Diwan im Quadrat ist „Hui“ aber auch ein Stück über Emanzipation und Integration und außerdem auch noch eine Hommage an John Cage. Klingt nach viel auf einmal. Aber die verschiedenen Lagen schieben sich bei der zweiten europäischen Aufführung im Theater Heerlen mit so viel Raum und Luft voreinander wie die Tänzer vor die Birkenstämme, die vereinzelt über die Tiefe der Bühne verteilt stehen. Immer wieder taucht die Frau auf, die am Anfang wie ein ausgestopftes Tier in einem Vitrinenwagen hereingefahren wurde. Sie ist eine Außenseiterin, will oder kann nicht zu der Tänzer*innen-Gemeinschaft passen, kleidet sich im Stil der anderen an und wieder aus, an und aus, versucht es, aber kann ihren Impulsen nicht folgen, versteht die Normen der Gruppe nicht. Nur wenn sie fallen, fällt auch sie. Misstrauen auf beiden Seiten. Als sie um die Schultern eines Mannes kreist, den Horizont berührt, schüttet ihr eine andere Frau Wasser ins Gesicht.


©TANZwebAachenHeerlen.eu



Die Musik, die dem Tanz zwar nahe kommt, aber nie mit ihm identisch wird, stammt vom chinesisch-amerikanische Komponist Tan Dun, unter anderem Oscargewinner für „Crouching Tiger, Hidden Dragon“, der während der chinesischen Kulturrevolution seine Heimat verlassen musste und sich musikalisch daran erinnert. Dass er mit John Cage, der das I Ging als Kompositionshandbuch in die westliche Musik eingeführt hat, befreundet war, lässt sich gut vorstellen. Die Klänge für zwei Klaviere lassen Raum, die Stille klingt mit. Das Geheimnis des meditativ-expressiven „Hui“, das vom taiwanesischen Choreografen Ming-Lung Yang und vom spanisch-niederländischen Choreografen Iván Pérez zusammen mit dem britischen Regieteam Josh Armstrong und Cathie Boyd entworfen wurde, ist die Konzentration. Bilder und Klänge durchdringen den Raum so stark, dass sie in den stärksten Momenten Wirklichkeit werden....WEITERLESEN


©TANZwebAachenHeerlen.eu
 

©Photo Roberto Pia

Expressieve mediatie


Door Astrid Kaminski

Vertaling: Lisa Reinheimer


Een West-fernöstlicher Divan (groot verzameld dichtwerk van Goethe) in het kwadraat is Hui, maar ook een stuk over emancipatie en integratie en bovendien ook nog een hommage aan John Cage. Dat klinkt als veel ineen, maar tussen de verschillende lagen, bij deze tweede Europese uitvoering in het theater in Heerlen, zit voldoende ruimte en lucht.  Zoals te zien is wanneer de elf dansers voor de berkenstammen, die afgezonderd over de hele diepte van het toneel verdeeld, staan. Steeds weer duikt de vrouw op, die aan het begin als een opgezet dier in een uitstalwagen het toneel opgereden wordt. Ze is een buitenstaander, ze wil of kan niet bij de andere dansers horen, kleedt zich zoals de anderen en kleedt zich weer uit, aan en uit. Ze probeert het, maar kan hun impulsen niet volgen, begrijpt de norm van de groep niet. Alleen als ze vallen, dan valt zij ook. Wantrouwen heerst aan beide kanten. Als ze om de schouders van een man cirkelt, de horizon aanraakt, gooit een andere vrouw water in haar gezicht.


©TANZwebAachenHeerlen.eu



De muziek, die weliswaar de dans dicht nadert, maar niet één wordt, is van de Chinees-Amerikaanse componist Tan Dun (won o.a. een Oscar voor Crouching Tiger, Hidden Dragon). Tan moest tijdens de culturele revolutie zijn dorp verlaten. In zijn muziek herinnert hij zich daaraan. Dat hij met John Cage - die de I Ging als compositiehandboek in de westerse muziek introduceerde - bevriend was, kun je je goed voorstellen. De klanken voor twee piano’s laten ruimte, de stilte klinkt mee. Het derde stuk, van de in totaal vier, is aan zijn vriend Cage opgedragen. In dit stuk gaat het om de door hem geliefde methode om letters in tonen om te zetten. Bij CAGE lukt dat bijzonder goed. Daar kan Mozart alleen maar jaloers op zijn. Hoofdzakelijk komt dat door Tan’s gebruik van de snaren in de piano, naar de techniek voor het bespelen van de Chinese Pipa, een korthalsluit. Zo staat te lezen in het programma van de wereldpremière in Taipei (in Heerlen zijn ze spaarzaam met programma’s).


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VIDEOIMPRESSION OF THE PERFORMANCE


©TANZwebAachenHeerlen.eu
 

Festivaleröffnung Aachen / festivalopening Aken

Kibbutz Contemporary Dance Company (IL) „If At All”

FR. | VR.  10.03. – MO. | MA. 13.03.2017

jew. / telkens 20.30 Uhr / uur, Fabrik Stahlbau Strang, Aachen / Aken


VIDEOIMPRESSIONEN DER PREMIEREAUFFÜHRUNG GESTERN

Die Kibbutz Contemporary Dance Company wurde 1970 gegründet und entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer der bekanntesten Tanzkompanien Israels. Geprägt durch die Handschrift des künstlerischen Leiters Rami Be’er, erlangte das Ensemble international hohes Ansehen. Be’er gilt als einer der politischsten Schöpfer im Tanzbereich, dessen Werke von grandiosen Bildern und hoher Ausdrucksstärke geprägt sind. „If At All” erzählt keine Geschichte, sondern beansprucht durch Bilder und Szenen voller poetischer Melancholie, Schönheit und Hingabe eine eigenständige Existenz. Unter einem kleinen gelben Vollmond entfaltet sich das Treiben, Schweben, Bersten und Innehalten einer atemberaubenden Choreografie.

De Kibbutz Contemporary Dance Company werd in 1970 opgericht en groeide in de afgelopen jaren uit tot een van de bekendste dansgezelschappen van Israël. Artistiek leider Rami Be’er drukte zijn onmiskenbare stempel op het ensemble en zette het daarmee internationaal op de kaart. Be’er geldt als een van de meest politieke scheppers binnen de danswereld. Zijn werk wordt gekenmerkt door een krachtige beeldtaal en indrukwekkende expressiviteit. ‘If At All’ vertelt geen verhaal; met de gekozen beeldtaal en scènes vol poëtische melancholie, schoonheid en overgave ontstaat een compleet op zichzelf staand stuk. Terwijl de dansers over het toneel zweven en springen, zich bewegen en dan weer inhouden, ontvouwt zich onder een stralende volle maan een adembenemende choreografie.

Flugalarm


Der dritte Eröffnungsabend des Festivals schrit_tmacher in Eupen macht ganze Familien glücklich


Von Astrid Kaminski

VIDEOIMPRESSIONS OF THE PERFORMANCE


Bei jeder Reise das große Bangen: Werden die Nebensitzer*innen zivilisiert auftreten, das heißt, auf Schnarchen, Bouletten auspacken verzichten, sich auch mit der Flüssigkeiten-Aufnahme und -Abgabe zurückhalten, gut aussehen, einen guten Musikgeschmack haben, womöglich sogar gut riechen? Natürlich wird der Wunschkatalog an die Mitreisenden niemals wahr, sie bleiben eine unkontrollierbare Spezies mit unvorhersagbarem Verhalten. Genau um diese Spezies geht es in „Jetlag“, dem Nouveau-Cirque-Stück der Brüsseler Compagnie Chaliwaté, die im belgischen Eupen das Tanz-Festival schrit_macher eröffnet. Zum ersten Mal ist das Festival in diesem Jahr trinational aufgestellt. Mit Eupen hat es sich nicht nur den dritten Partner sondern auch den Verwaltungssitz der Euregio Rhein-Maas mit ins Boot geholt.


In Eupen herrschen, was Zubettgehzeiten angeht, geradezu italienische Verhältnisse. Kinder dürfen auch mal mit in eine Abendvorstellung (ohne dass die Kita die Eltern am nächsten Tag beim Jugendamt anschwärzt?), und tatsächlich: „Jetlag“ ist Körper- und Gestentheater für die ganze Familie. Man verlernt es erstaunlicherweise nicht, über gute alte Bekannte des Slapstickeffekts, wegbrechende Stühle zum Beispiel, zu lachen. Und dass Verliebte komisch sind, das muss man Kindern gar nicht erst erklären. Bäh, Küssen! Da muss man doch was gegen tun, und genau das macht Loïc Faure, der das Greenhorn unter den Vielfliegern spielt, und, angekommen am Ziel, einem Paar seine glückliche Wiedervereinigung neidet. Ein Stunt zwischen die Küssenden, ein paar Huckepacksprünge, und, wenn alles nicht hilft, dann eben ein Dreier.


Das alles funktioniert ohne Sprache. Sandrine Heyraud, Sicaire Durieux sind ausgebildete Pantomimen, Loïc Faure ist Akrobat, aber sie arbeiten, wie im Nouveau-Cirque-Bereich üblich, genre-übergreifend – auch Tänzerisches spielt eine wichtige Rolle. Die Bewegungsabläufe finden ihre Pointen genauso durch Rhythmisierung und Phrasierung wie durch assoziative Anteile; Impuls, Intention, Timing sind genau durchchoreografiert. Die Durchmischung von Nouveaux-Cirque und Tanz hat in Deutschland gerade erst so richtig begonnen, das schrit_tmacher Festival, das sowieso eher bei bildhafter als bei abstrakter Ästhetik angesiedelt ist, zieht mit. Und die kurzweilige Kunst der Gruppe Chaliwaté mit ihrem liebevoll-skurrilen Humor zieht auch. WEITERLESEN


 

RICK TAKVORIAN WIDMET DIE AUFFÜHRUNG DER KIBBUTZ CONTEMPORARY DANCE COMPANY ANNE NEUMANN-SCHULTHEIS

Anlässlich seiner Begrüssungsrede richtete Rick Takvorian, Gründer und künstlerischer Leiter des SCHRIT_TMACHER Festivals, einige sehr persönliche Worte an das Publikum im restlos ausverkauften Festivaltheater, der Fabrik Stahlbau Strang. Er erinnerte an die, im letzten Jahr verstorbene Anne Neumann-Schultheis, ohne deren visionäre Kraft für den Tanz in Nordrhein-Westfalen, viele der heute existierenden Einrichtungen für diese Kunstform gar nicht denkbar wären.

Wie Rick Takvorian betonte, verdankt auch er ganz persönlich und ebenso das SCHRIT_TMACHER Festival Anne Neumann-Schultheis Vieles, denn sie sei vor mehr als zweiundzwanzig Jahren eine der ersten Personen gewesen, die an diese Idee geglaubt und sie nach Kräften unterstützt habe.

Sie habe im Laufe der Jahre die Festivalleitung immer wieder und mit der ihr eigenen sanften Hartnäckigkeit ermuntert, doch die Kibbutz Contemporary Dance Company aus Israel zum Festival einzuladen.


Nun in der zweiundzwanzigsten Ausgabe war es endlich soweit, dass alle Rahmenbedingungen für die Beteiligten gepasst haben und diese Ausnahmecompany mit „IF AT ALL“ erstmals in Aachen zu sehen ist.


Aus diesem Grund widmete Rick Takvorian seiner langjährigen Mentorin und Wegbegleiterin die Aufführung am gestrigen Abend.

























Headspin in maillot

VIDEOIMPRESSIONS OF THE PERFORMANCE


nachtkritiek van Lisa Reinheimer


Het Franse Compagnie Cie Käfig wordt dolenthousiast ontvangen in Heerlen. Onder luid gejoel geven de dansers nog een freestyle signature als toegift. Het gemiddelde schouwburgpubliek in Nederland wordt omschreven als grijs, maar uit het gejoel en geklap valt dat hier absoluut niet op te maken. Daar kan het Randstadpubliek nog een puntje aan zuigen.


Yo Gee Ti dat organisch betekent, (als ik het goed onthouden heb) zou ook ontmoeting kunnen heten. Want choreograaf Mourad Merzouki zoekt die graag op ter inspiratie en doet dit nu met het Taiwanese National Chiang Kai-Shek Cultural Center. Op het toneel een ontmoeting tussen Taiwanese en Franse dansers.


In Yo Gee Ti creëert Merzouki bij vlagen fascinerende beelden, waar enscenering en beeld/danstaal samenvallen. In die beeldtaal veel hiphop en breakdance, die in een dubbel duet tussen breakdance en traditionele dans een prachtige ontmoeting vormt. Tussen twee verticaal hangende touwgordijnen dansen de Taiwanese danseressen, gekleed in een soort col met franjes tot aan de grond, een golvend traditionele dans. Hun rompen blijven opgericht als ze met hun armen de franjes laten zwieren. De breakdancers cirkelen laag bij de grond om hen heen. Wat niet alleen een mooi lijnen- en lichtspel oplevert, maar brengt ook de verschillende beeldtalen zonder conflict met elkaar in verband.


De voorstelling gaat niet alleen om ontmoeten, maar vooral om vervlechten. Wederom laat niet alleen de danstaal dat zien, maar ook het toneelbeeld. Aan het grid hangen vilten strengen naar beneden. Die strengen worden tot draden en vormen tot slot het touwwerk van een weefgetouw. In het slotbeeld leggen de dansers zelf de laatste hand aan dit weefstuk. CONTINUE READING



 

Schrit_tmacher-Festival:

„Ce Que Le Jour Doit à la Nuit“

der französisch-algerischen Kompanie Hervé Koubi

in der Aachener Fabrik Stahlbau Strang


DIE SANFTE GEWALT DES STREETDANCE

HIER GEHT ES ZU DEN VIDEOIMPRESSIONEN



Nachtkritik von Nicole Strecker



So schwer sie auch aussehen, so sanft sind sie doch: 16 Tänzer, alles Männer hat der französische Choreograf Hervé Koubi für sein 2010 entstandenes Stück „Ce Que Le Jour Doit à la Nuit“ in der Streetdance-Szene in vor allem Algerien und Marokko gecastet. Sie beweisen seitdem auf weltweiten Tourneen, wie betörend behutsam man die riskanten Stunts und kraftzehrenden Moves tanzen kann – allerdings auch, dass Körperbeherrschung nicht immer mit Körperausdruck einhergeht. Gelegentlich verrutscht der Ernst also zwar ins Pathos – aber aufregend virtuos ist diese „Streetdance-Meditation“ allemal...

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Ballet National de Marseille (F)

„Le Corps du Ballet National de Marseille”


VIDEOIMPRESSIONEN DER AUFFÜHRUNG


Impressionen zur Nacht von Klaus Dilger


Erneut Standing Ovations in Heerlen, mit denen das Publikum des schrit_tmacher Festivals die Leistungen der Tänzerinnen und Tänzer feiern will und auch die der Choreographen, Lichtgestalter, Kostümdesigner und Komponisten, all diejenigen, die nicht ihren Körper, seine Fähigkeiten und Schwächen, auf der Bühne präsentieren müssen oder auch dürfen.


Der Körper als Instrument der Kunst, aber eben auch klare Abgrenzung des Individuums in seiner Einmaligkeit und Identität gegenüber jedem Anderen.


„Le Corps (der Körper) du Ballet“ meint aber genau das Gegenteil hiervon, er ist die Masse der (Tänzer)Körper, die Gruppe, deren Aufgabe im Klassischen Ballett lange darin bestand, eben keine Individualität zu zeigen, sondern sich synchron auf die Musik zu bewegen und den Solistinnen und Solisten in allen Graden das Feld zu bereiten, auf dem sie solistisch glänzen können.... schon der Beginn einer solchen Aufzählung lässt hüsteln, entspricht sie doch so wenig unserer gefühlten Lebenswirklichkeit, oder?


Pieter C. Scholten und Emio Greco führten 2015 die Tänzer des eben übernommenen „Ballet National de Marseille“ in den tänzerischen Klassenkampf und stellen die Frage: „Wie kann das klassische Ballett in einen Spielplatz, oder besser noch, in ein Schlachtfeld verwandelt werden, wo das Individuum auf die Gruppe trifft?“


Ob sie hierauf mit dem soeben zu Ende gegangenen Stück Antworten gefunden haben und wie heutig solche Fragen sind, damit wollen wir uns morgen auseinandersetzen.

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©TANZwebAachenHeerlen.eu_Klaus Dilger
©TANZwebAachenHeerlen.eu_Klaus Dilger
 

VIDEOIMPRESSIONEN VON

GENERATION2 - ECHO

VON DER PREMIERENAUFFÜHRUNG IN HEERLEN VOM 22.MÄRZ 2017



Liebt sich der moderne Mensch noch selbst oder ist er im Angesicht der digitalen Bilderfluten ständig von sich enttäuscht?


Ausgehend vom Mythos des Narziss‘ beschäftigt sich das Stück ECHO mit dem Phänomen der Nachahmung und Selbstinszenierung.

Bereits zum zweiten Mal wurde exklusiv für das Jugendprogramm GENERATION2 ein Tanzstück erarbeitet. Das deutsch-niederländische Künstlerteam Felix Berner (Choreografie) und Malou Beemer (Kostüm) entwickelte gemeinsam mit Nachwuchstänzerinnen aus Limburg/NL und NRW/D die Produktion ECHO, die im Rahmen des Festivals in beiden Ländern Premiere feiern wird.


Houdt de moderne mens nog wel van zichzelf of zorgt de voortdurende stroom van digitale beelden er juist voor dat hij steeds weer teleurgesteld is in zichzelf? Met de mythe van Narcissus als basis buigen de dansers zich in het stuk ECHO onder andere over deze gedachte.


Voor de tweede keer is er voor het jongerenprogramma GENERATION2 exclusief en grens overschrijd end een productie gemaakt. Het Duits- Nederlandse artistieke team - bestaande uit Felix Berner (choreografie) en Malou Beemer (kostuum - ontwerp) – hebben samen met aanstorm end danstalent uit Limburg en Noord - rijn-Westfalen het stuk ECHO ontwikkeld, dat tijdens het festival in beide landen in première zal gaan.


Choreografie Felix Berner Kostüm / Kostuumontwerp Malou Beemer

Tänzerinnen / Dansers : Amelie Klöpper , Charlotte Ungermann , Elcim Saygün , Gina Caioni . Manouk Retera , Margot Kerstens , Sarah Hermanns


Eine Gemeinschaftsproduktion des / een coproductie van schrit_tmacher Festival in Zusammenarbeit mit / in samenwerking met het Huis voor de Kunsten Limburg, Theater Heerlen, Kulturbetrieb Stadt Aachen und / en Yvonne Eibig | tanzkultur |.


Gefördert durch / met dank aan: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW aus Mitteln der Regionalen Kulturpolitik, Fonds Podium Kunsten, Provincie Limburg, Gemeente Heerlen, Ludwig Forum Aachen, Cultuurhuis Heerlen.


VIDEOIMPRESSIONS: CIE. LINGA - „TABULA“



Die Compagnie Linga - 1992 von den TänzerInnen Katarzyna Gdaniec und Marco Cantalupo gegründet - hat sich mit einer sehr eigenen Mischung aus Innovation und hoher künstlerischer Qualität als  eine der wichtigsten  freien Kompanien der Schweiz etabliert. Der künstlerische Ansatz wird von politischen und sozialen Prozessen beeinflusst und reflektiert deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper. In „Tabula” werden die Spielregeln durch den Einsatz von zwei riesigen Tischen ständig verändert. Acht TänzerInnen teilen, erobern und umkämpfen einen Raum, der durch Licht, Körper und Klang immer wieder neu definiert wird. Dabei entstehen abendmahlartige Bilder, die an die Werke Caravaggios erinnern.

 


Compagnie Linga – in 1992 door dansers Katarzyna Gdaniec en Marco Cantalupo opgericht – heeft zich met een zeer eigen mix uit innovatie en hoogstaande artistieke kwaliteit gepositioneerd als een van de belangrijkste onafhankelijke gezelschappen van Zwitserland. Hun werk wordt beïnvloed door politieke en maatschappelijke processen en gebruikt het menselijk lichaam om de gevolgen hiervan uit te beelden. In ‘Tabula’ worden de spelregels door de inzet van twee reusachtige tafels continu veranderd. Acht dansers delen, veroveren en vechten om de ruimte, die door licht, lichamen en geluid steeds weer opnieuw gedefinieerd wordt. Daarbij ontstaan avondmaalachtige taferelen, die herinneren aan de werken van Caravaggio.

Fabrik Stahlbau Strang, Aachen / Aken


























Heimat Frau

 

Die neuseeländische Okareka Dance Company präsentierte bei ihrem Schrittmacher-Gastspiel im Theater Heerlen "Mana Wahine" mit großem inszenatorischen Aufwand und fünf Tänzerinnen

 

Nachtkritik von Melanie Suchy



Am Ende kämpfen sie. Die fünf landen vorn an der Bühnenkante und rütteln sich und ihre Glieder, als könnten sie alles, was ihnen entgegenkommt, verhauen oder zerreißen. Weniger als Angriff, mehr als Verteidigung und gleichzeitig öffnen sie damit ihr Revier hin zu den Zuschauern, einen kurzen Moment lang, ein Ausfransen. Eine von ihnen ist den Weg vorgegangen, wie auf einem Pfad, den sie bahnt, vorwärts, rückwärts, die Fersen ein wenig angehoben, die Knie gebeugt, mit raschen, leichten, leisen pfotenhaften Schritten, in der rechten, warnenden Hand hält und wendet sie einem flachen Schlegel, den Kopf richtet sie unerschrocken Richtung Feind. Eine andere Waffe kam auch noch vor: eine Kugel, die sie an einem Seil über den Köpfen kreisen lassen, wobei sie den Drall für die Unterarme aus der Körpermitte holen. Mit diesen Frauen ist nicht zu spaßen, sagt das. Aber ja, mit ihnen ist doch auch zu spaßen, sagt das Tanzstück an anderen Stellen: "Mana Wahine". Und alles dazwischen.

Denn die Choreographie, die teilweise mit erstaunlichen Videoprojektionen verschmilzt und von fast zu wuchtigen musikalischen Strömen umflossen und durchpulst wird, breitet Szenen weiblichen Lebens aus. Das basiert explizit auf Traditionen, Legenden, Glaubensinhalten der Maori-Kultur, doch mischen sich in die Szenenfolge auch Spritzer anderer, sogenannter westlicher Erfahrungen. Insgesamt baut "Mana Wahine" so keinen Gegensatz von Lebenswelten auf, sondern ein Miteinander, ein Sowohl-als-Auch. Das scheint die Botschaft zu sein, die durchaus auch spirituell verstanden werden kann. Beginnt und endet das Stück doch mit Gebeten, gesungen (allerdings nicht live) von Tūi Matira Ranapiri-Ransfield. Es ist auch ihr Gesicht, das als riesige Projektion auf einem dünnen Vorhang das Publikum beim Hereinkommen begrüßte. Mit hauchzarten Anflügen von Lächeln auf den dunklen Lippen und einer immensen Kraft, die selbst diese unkörperliche Art der Präsenz erahnen lässt.

 

An diesen hohen Anspruch reicht vieles von "Mana Wahine" heran, aber nicht alles.

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Eine nostalgische Reise



Lisa Reinheimer (read in dutch)



sondern die kleinen Straßen benutzen, vielleicht nehmen Sie sogar eine kleine Pause, um etwas zu essen und sich umzuschauen. Dann beginnen Sie, vielleicht, wirklich zu sehen was Sie umgibt und Sie versuchen zu verstehen, was Sie dort sehen ...“, mit diesen Worten führt Festivalleiter Rick Takvorian in das Stück ein.

Das Choreographen-Duo Lightfoot / León führt uns, das Publikum, mit auf eine Reise von knapp über 10 Jahren. Vom filmischen „Silent Room“ des Jahres 2005 zu ihrem neuen Stück Singulière Odyssée, gewidmet dem kürzlich verstorbenen Gérard Lemaître. In beiden Stücken erkennen wir die verträumte, symbolische und theatralische Welt, die so typisch ist für dieses Choreographen-Duo. Mit ihren verwinkelten Posen und fliessenden Bewegungsabläufen, ihren großen, weichen, raumgreifenden und umschmeichelnden Armen, ihren kleinen, rasend schnellen aber präzisen Handbewegungen, und ein Humor, der in der tiefsten Dunkelheit stets die Oberhand behält.


Es ist ein Genuss, diese gut ausgebildeten und sehr talentierten Tänzer von NDT 1 zu sehen, sie stellen das Toplevel des niederländischen Tanztheaters dar. Präzise Soli, wirbelnde Duette, technische Handwerkskunst und obendrein tanzen sie schön, verbunden mit Emotionen, die immer in Bewegung sind.


Silent Room


Noch bevor der Vorhang sich öffnet, werden wir ans Meer entführt. Wir hören die Wellen in der Brandung. Und dann sehen wir das Meer auch, in schwarz und weiß. Zur Mitte der Bühne ist ein Triptychon aufgebaut. Rechts und links die Wellen am Strand, in der Mitte ein Kinderbett, von dem aus ein Mann auf das Meer blickt. Ein anderer Mann ist hinzugekommen. Hinter ihnen steht eine Frau, die ebenfalls aufs Meer hinausschaut. Irgendwann drehen sich die beiden um, langsam und gleichmäßig. Als würden sie sich verlangsamt bewegen, ergänzen sie sich in ihren Gesten und Posen. Die Kompositionen von Philip Glass treiben sie voran. Umarmungen, Zärtlichkeiten, miteinander gehen. Ungeachtet der behutsamen Bewegungen, tobt das Meer. Vom Meer gelangen wir in einen Wald. Der Wald dreht sich im Uhrzeigersinn. Auf einem Pfad in der Mitte kommt ein Mädchen mit einer roten Jacke angelaufen. Die Tochter des Duos. Die Frau streckt ihre Hand nach dem Kind aus. Das Bild zoomt in eine Grossaufnahme hinein und verschwindet in einem Wirbel. Die Frau wiegt sich verzweifelt unter einem dunklen bewölkten Himmel. Der Mann hat sich schon von ihr entfernt.


Plötzlich befinden wir uns in einem leeren, übergroßen Zimmer. Durch das Fenster sehen wir das Licht und darin die verrinnende Zeit. Eine Silhouette läuft entlang des Fensters. Eine dritte Person betritt die Bühne.


Mehrere Szenen folgen einander. Flink sich bewegende Engel und rasend schnelle Teufel, Bilder des heranwachsenden Kindes und Träumbilder. Dieser Traum fliegt unbemerkt vorbei, als ein Gedanke, der sich im Geist entfaltet und entschwindet, ehe wir wissen, woher er gekommen ist. Ein schönes poetisches Bild. Aus dem Zuschauerraum kommt ein Mann auf die Bühne, hinter ihm eine Frau in einem trägerlosen Kleid. Ihr tief dunkelblauer Rock ist aus einem sehr leichten Stoff gefertigt und  bedeckt die gesamte Breite der Bühne. Der Mann geht rückwärts, das Gesicht ihr zugewandt, er umarmt sie, lässt den Rock durch einen sanften Luftzug aufwallen und dann verschwinden in dem sich schnell ausbreitenden Nebel. Die Musik klingt melancholisch, dunkel und dennoch nicht schwer.


„Silent Room“ ist eine Beziehungs-Reise und symbolisch für Lightfoot und León. Ihrer Zeit als jung verliebtes Paar, die Elternschaft, die Kindern und dann die private Trennung, die der Arbeitsbeziehung auf Augenhöhe nichts hat anhaben können. Philip Glass' Kompositionen treiben das Stück voran. Sie haben etwas Melancholisches und erschaffen eine Welt, die unwirklich erscheint.


©Rahi Rezvani


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WAS SIEHT DAS PUBLIKUM? an Stelle einer Nachtkritik zu MARIE CHOUINARD | CDN



Rick Takvorian, künstlerischer Leiter des schrit_tmacher Festivals, führt in einen sehr anspruchsvollen Tanzabend der Canadierin Marie Chouinard ein, deren Compagnie, Tänzerinnen und Tänzer, ebenso wie die anderen Gewerke zum Spitzenlevel der Welttanzszene gehören.
Im Anschluss an die Aufführung hat TANZwebAachenHeerlen.eu, an Stelle einer sonst üblichen Nachtkritik, das Publikum befragt, welche Eindrücke und Bilder sie aus der Aufführung mitgenommen haben.


©Photo Roberto Pia

FLEISCHERHAKEN AN KETTEN...

Angst ist ein starkes Gefühl


MM CONTEMPORARY DANCE COMPANY aus Italien eröffnet mit zwei neuen Stücken das letzte Wochenende des schrit_tmacher Festivals in Aachen

HIER GEHT ES ZU DEN VIDEOIMPRESSIONEN


Nachtkritik von Lisa Reinheimer

übersetzt  aus dem Niederländischen von Klaus Dilger


Das schrit_tmacher Festival öffnet am letzten Wochenende mit zwei aktuellen Choreographien auf die großen Ballettkompositionen „Le Sacre du Printemps“ von Stravinksy und „Bolero“ von Ravel. Dieses duale Programm erhält zusätzliche Tiefe durch den Veranstaltungsort, die Fabrik Stahlbau Strang.


Die italienische MM Contemporary Dance Company begnügt sich nicht damit die Klassiker nachzustellen, sie zieht Parallelen zwischen den sozialen Themen der Kompositionen und unserer heutigen Zeit. WEITERLESEN


©Photo Klaus Dilger



vleeshaken aan kettingen...

Angst is een sterke emotie


MM CONTEMPORARY DANCE COMPANY | I met twee actuele choreografieën op de grote balletcomposities Sacre du Printemps van Stravinksy en Bolero van Ravel



nachtkritiek van Lisa Reinheimer



Het schrit_tmacher festival opent het laatste weekend met twee actuele choreografieën op de grote balletcomposities Sacre du Printemps van Stravinksy en Bolero van Ravel. Dit combinatieprogramma wint aan extra diepgang met de uitvoeringslocatie de Fabrik Stahlbau Strang. Het Italiaanse MM Contemporary Dance Company, dat meer klassiekers herschiep, trekt paralellen tussen de maatschappelijke thema’s uit de composities en onze huidige tijd.


Boven het midden van het toneel hangt een rij vleeshaken aan kettingen naar beneden. Van linksachter wordt het naakte voorjaarsoffer diagonaal over het toneel getrokken. Steeds voegen zich mensen op het podium. In een kring, klaar om te vechten of te rennen. In rode broeken en jurken met daarop geborduurde spieren, alsof de huid al van hun lichamen is gevilt. Met korte stampende bewegingen en dreigende blikken komt de groep op ons af. CONTINUE

 

WO 17 MEI 2017 20:00 UUR -  PARKSTAD LIMBURG THEATERS

OCD LOVE - L-E-V (gb/ie)


De dans van choreografe Sharon Eyal is hypnotisch, wild, gedurfd en energiek. Op de muziek van de Israëlische DJ en party-organisator Gai Behar knalt het dak eraf. Twee jaar geleden richtten de twee hun eigen gezelschap L-E-V op. Hun eerste productie House was in 2015 in Heerlen te zien tijdens schrit_tmacher Festival en liet toen bij het publiek een bijzondere indruk achter. Hun nieuwste werk OCD Love - vrij vertaald: neurotische liefde - belooft opnieuw een dansbelevenis van jewelste te worden!.


Een stormachtige ovatie oogstte OCD Love tijdens Julidans 2015: wat een geweldige dansers, wat een onverbiddelijke choreografie! Het was inmiddels het zoveelste bewijs dat Sharon Eyal en Gai Behar momenteel tot de top van de danswereld behoren, veelgevraagd op festivals en nagejaagd door gerenommeerde gezelschappen, waaronder het Nederlands Dans Theater.


Voor OCD Love lieten Eyal en Behar zich inspireren door gelijknamige het gedicht waarin Neil Hilborn, zelf lijdend aan OCD (obsessive-compulsive disorder ofwel dwangstoornis), het ontstaan en de teloorgang van zijn relatie beschrijft. Beukende tikken en beats verklanken het dwangneurotische tellen van 'patiënt Hilborn'. Steeds weer stokt de geconcentreerde precisie van hun vervreemdende, hybride danstaal. Verkrampingen en tics de breken soepele lijnen van armen en benen, zodat overgave aan een liefdevolle omhelzing onmogelijk is. Maar ondanks die telkens tot mislukken gedoemde pogingen om samen te komen, houden deze even (emotioneel) stuntelige als (fysiek) virtuoze mensen – bijna dwangneurotisch – de drang om elkaar op te zoeken.


Sharon Eyal was tot 2008 danseres bij de vermaarde Batsheva Dance Company van Ohad Naharin. Sinds 2005 al werkt zij samen met Gai Behar, die daarvoor actief was als party producer in het Israëlische nachtleven. Samen met componist, drummer en DJ Orin Lichtik vormen zij de creatieve kern van L-E-V.